COMPANY 3 GRADET RIDLEY SCOTT FILM „EXODUS: GÖTTER UND KÖNIGE" MIT DAVINCI RESOLVE

Fremont, Kalifornien, USA – 15. Januar 2015 – Blackmagic Design teilte heute mit, dass Colorist Stephen Nakamura von Company 3 – Teil der Unternehmensgruppe Deluxe Creative Services – die Farbabstimmung des 20th Century Fox Abenteuer-Epos „Exodus: Götter und Könige" mit DaVinci Resolve vornahm.

Unter Einsatz modernster visueller Effekte und 3D-Kinematographie von Dariusz Wolski, ASC-Mitglied, erweckt der renommierte Regisseur Ridley Scott („Gladiator”, „Prometheus – Dunkle Zeichen”) die Exodus-Geschichte des aufsässigen Anführers Moses (Christian Bale) zu neuem Leben. Der Film rekonstruiert den Aufstand gegen den ägyptischen Pharao Ramses (Joel Edgerton) und die von Moses angeführte Flucht von 400.000 Sklaven aus Ägypten, das damals von einem schrecklichen Zyklus tödlicher Seuchen heimgesucht war. Die Gesamtoptik von „Exodus: Götter und Könige" unterscheidet sich grundlegend von dem, was Zuschauer normalerweise mit einem biblischen Film-Epos assoziieren. „Der Gedanke war, dass man epische Schlachten und die Teilung des Meeres sieht. Es handelt sich aber um eine ganz andere Art von Film als „Die zehn Gebote" oder „Ben Hur". Der Film ist so konzipiert, dass er sich realistischer anfühlt”, sagte Nakamura und betonte, dass die Aufnahmen, die er zur Verfügung hatte, bereits großartig gewesen seien. Das sei bei der Arbeit von Wolski übrigens immer der Fall.

Beim separaten Mastering der Bilder für die Darstellungsformate 2D und 3D musste Nakamura sich ständig die unterschiedlichen Anzeigeeigenschaften bei der Projektion dieser beiden Formate vergegenwärtigen. Dies galt insbesondere für die Lichtmenge, die in den Bereichen mit den hellsten Glanzlichtern von der Leinwand reflektiert wird. Der Standard für die 2D-Projektion liegt in den USA bei einem Beleuchtungswert von 14 Footlambert, für die 3D-Projektion sind es jedoch 3,5 Footlambert, was bei der Darstellung erheblich lichtschwächere Spitzlichter und wesentlich geringere Kontraste zwischen den hellsten und weniger leuchtkräftigen Bildbereichen mit sich bringt.

„Bei der Arbeit mit 3,5 fL muss man insgesamt alles hochziehen, um den Eindruck zu erzielen, dass Mittelwerte und Schatten stimmig sind und der 2D-Version möglichst ähnlich sehen", erklärte Nakamura. „Wenn man dann tut, was nötig ist, um die Mittelwerte und Schatten richtig hinzukriegen, kann das allerdings gekappte Highlights bewirken. Dann heißt es wiederum, die vom Clipping betroffenen Zonen im Bild zu isolieren und sie wieder zurückzubringen. Das kann ein zeitaufwendiges Prozedere sein, bei dem man Power Windows setzt und Qualifizierungen für die Spitzlichter bastelt oder diese mit anderen Tools isoliert und manipuliert, ohne dabei die Mittel- und Schattenwerte zu berühren." Dieses Mal war Nakamura jedoch angenehm überrascht, im Color Match Pallet, dem Farbjustierungsmenü von DaVinci Resolve in der Version 11, ein Werkzeug für Highlights und Schatten zu entdecken. Dieses gestattete ihm, die Spitzlichter in das für die Projektion in 3,5 fL erforderliche Helligkeitsspektrum zu bringen. Früher hätte er hierfür komplexe Secondaries erstellen müssen.

„Ich benutze dieses Tool jetzt dauernd. Insbesondere beim Grading für mehrere Darstellungsformate, so wie bei ,Exodus’. Es ist echt sagenhaft”, fügte er hinzu. „Statt sämtliche mir verfügbare Tricks einzusetzen, brauche ich jetzt bloß den Highlight-Regler runterzuziehen, wo ich ihn hin haben will und alles andere passt sich von selbst an."

Große Teile von „Exodus", vor allem wo sich die Handlung zuspitzt, waren gewollt entsättigt und die vorhandenen Farben in zahlreichen kalten Tönen dargestellt. „Das war eine Sache, die ich bildübergreifend anwenden konnte”, sagte der Colorist. „Es gab aber auch Bereiche – vor allem das Rot von Blut – die äußerst wichtig für die Handlung waren.“

„Die Farbe des Bluts musste unbedingt ins Auge stechen", erläuterte Nakamura. „Aber wenn man sie aus dem Bild rausgezogen hat, kann man nicht einfach die blutigen Bereiche des Bildes freistellen und die Farbe wieder hochbringen", fügte er hinzu. Dann erklärte Nakamura, wie dieses Problem mithilfe paralleler Korrektur-Nodes inDaVinci Resolve zu lösen ist: „Zunächst erstellte ich die Entsättigung in einer Node und stellte dann das Blut per Qualifizierung in einer weiteren Node frei. Anschließend umging ich unter Einsatz der Parallel-Node die gesamte Entsättigung und die Farbverschiebungen gen Blau in den Bildbereichen mit dem roten Blut. Dann konnte ich die Korrektur nach oben bzw. unten justieren, bis ich den Punkt getroffen hatte, wo die Farbe des Bluts betont wurde, ohne im Kontext des Gesamtbildes künstlich zu wirken.”

Nakamura nahm außerdem eine Feinjustierung an einigen Sequenzen vor, in denen der Tag zur Nacht gemacht wurde, indem er einen Teil der Farbe entsättigte und zur Simulierung von Mondlicht alles mit einem Hauch von Blau versah. Er setzte Highlight-Isolierungen, um die Himmelfarbe zu entsättigen. Gleichzeitig verwendete er eine Kombination von Power Windows und Tracking, mit denen er die Darsteller, und speziell deren Gesichter, farblich leicht verstärkte.

„Wenn ein Darsteller sich nicht gerade wie verrückt bewegt, kann man eine Form rund um die zu verstärkenden Bereiche ziehen, die sich wunderbar verfolgen lässt und ein sehr organisch aussehendes Ergebnis bringt”, erläuterte Nakamura. „Ich habe auch mit einigen digitalen Elementen als Himmelersatz gearbeitet, die die VFX-Firma als an die Tageslichtumgebung angepasste, separate Elemente lieferte. Statt sich beim finalen Day-for-Night-Look auf Schätzungen zu verlassen, hatte das VFX-Haus der Tageslichtumgebung gerechte Himmel- und andere Elemente gebastelt. Ich legte diese Segmente dann in einen Alpha-Kanal und so konnten wir in der Finishing-Suite alle Tagesaufnahmen auf einen Schlag in Nachtaufnahmen umwandeln."

Für den Coloristen war die Arbeit an „Exodus", wie alle seine Jobs für Scott, anspruchsvoll und spannend. „Dieser Regisseur vermag sich wie kein anderer im Business auf die Macht des visuellen Erzählens einstellen", fasste Nakamura zusammen.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/press/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

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