TRAN THANH HUYS PRÄMIERTER FILM RÒM
 MIT DAVINCI RESOLVE STUDIO FARBKORRIGIERT

Singapur – 9. Dezember 2019 – Blackmagic Design teilte heute mit, dass die farbliche Nachbearbeitung von Tran Thanh Huys preisgekröntem Film „Ròm“ mit DaVinci Resolve Studio erfolgte. Beim namhaften Busan International Film Festival (BIFF) erhielt „Ròm“ den höchsten Preis und ist damit der erste so geehrte vietnamesische Spielfilm.

Der Film entstand unter Regie von Tran Thanh Huy und schildert das Leben obdachloser Kinder, allen voran das des Hauptprotagonisten Ròm. Der Junge lebt auf der Straße und schlägt sich mit illegalen Lottoscheinen durch, die er für seine Kunden besorgt und eine Provision ergattert, wenn sie etwas gewinnen. Tran Thanh Huy und DP Nguyen Vinh Phuc holten sich den Coloristen Bui Cong Anh aus Ho-Chi-Minh-Stadt ins Boot, um mit ihm den Look für den Film zu gestalten.

Bui Cong Anh, ein Meister seiner Zunft, ist seit zwei Jahrzehnten mit der Postproduktion diverser Filme, Fernsehsendungen und anderweitiger Projekte beschäftigt. Seit über fünf Jahren arbeitet er mit DaVinci Resolve Studio und hat jüngst den beliebten vietnamesischen Film „Summer in Closed Eyes“ mit der Anwendung gegradet.

Mit „Ròm“ sah er sich vor die Herausforderung gestellt, die Slums von Ho-Chi-Minh-Stadt wirklichkeitsnah nachzustellen und überdies charakteristische Looks für Ròm und die anderen Kids zu gestalten. Anh hatte auch einen visuellen Brückenschlag zwischen dem düsteren, brutalen Ambiente der Straße und einer hoffnungsvollen Aura um Ròm zu vollbringen.

„Für Ròm verwendeten wir die Looks der Stadt und Menschenmengen. Der andere Look war für die Individuen. Für die Bewohner eines dicht bevölkerten Slums in Ho-Chi-Minh-Stadt hatte Huy sich einen wirklichkeitsnahen und gleichzeitig eindrucksvollen Look gewünscht, der mit vielen Orangetönen, besonders für die Hautpartien ins Warme geht“, sagte Bui Cong Anh.

Mit dem Grading der Einzelpersonen verfolgte Bui Cong Anh zwei wichtige Ziele: Ròm und sein Feind Phuc sollten völlig unterschiedliche Looks haben.

„Im Film gehört Ròm einer kleinen Gemeinschaft an und deshalb sieht er in den meisten Szenen wie jedes andere Mitglied dieser Gruppe aus. Es differenzierten ihn allein seine Taten. Ich habe ihn nur dann anders gegradet, wenn er allein war“, erklärte Anh. „Den vielen Einstellungen mit Ròm, in denen er wenige Schritte von seinem Versteck allein auf dem Dach sitzt, habe ich eine richtig starke Farbtönung gegeben. Dabei stehen die rötlich-orangefarbenen Töne für den Tag, und die seine Einsamkeit untermalenden Blau- und Rosatöne für die Morgendämmerung. Das Blau und Rosa in den Wolken sollen eine jugendlich hoffnungsvolle Stimmung erwecken. Diese Looks habe ich in Resolve mit Kurven gestaltet, was eine selektive Kontrolle der Sättigung ermöglicht. Auch für die punktuelle Sättigung von Farben habe ich Kurven verwendet.“

Im Film veranschaulichen zwei Szenen die von Bui Cong Anh in der Postproduktion zu meisternden Herausforderungen besonders gut: eine Nachtszene mit einem Feuer und eine Verfolgungsszene.

„In der Brandszene entschieden die Figuren, sich am Tagesende in etwas nächtliche Action zu stürzen. Das führte dazu, dass ich in der Einstellung alles bis hin zum Feuer farblich herunterziehen musste, um es der Nacht anzupassen. Auch das hat Spaß gemacht. Als Nachtszene sollte sie einen Blaustich haben und darum verpasste ich ihr einen Nacheffekt. Ich verteilte kreuz und quer Power Windows, um damit in jeder Einstellung Elemente abzuschwächen oder herauszuheben. Die Gesichter der Figuren hellte ich zur Akzentuierung auf und mithilfe von Qualifizierern verpasste ich dem Feuer mehr Orangetöne, um es heißer wirken zu lassen.

Die Verfolgungsszene vollzieht sich an mehreren Locations. Von einer Hauptstraße geht‘s in mehrere Nebenstraßen und dann schnurstracks zu einem Bahngleis und einer Brücke. Diese Szene wurde in verschiedenen Monaten und Zeitfenstern bei verschiedenen Sonnenständen auf verschiedenen Kameras gedreht. Deswegen brauchte ich für das Matching jeder einzelnen Einstellung dieser einen Szene geschlagene drei Tage. Ohne Resolves ,Image Wipe‘ und all die im Color-Arbeitsraum verfügbaren Tools für primäre und sekundäre Farbkorrekturen, wäre ich mit dieser Aufgabe nie fertig geworden“, sagte Anh.

Der Dreh des gesamten Films erfolgte mit vielen unterschiedlichen Kameras unter variierenden Licht- und Wetterverhältnissen an verschiedenen Locations, an denen sich zudem noch manches Live-Event abspielte. Um die von der Produktion eingehende Vielfalt unterschiedlicher Szenarios und Looks zu bewältigen, verwendete Bui Cong Anh das Academy-Farbkodiersystem ACES zusammen mit den entsprechenden Verwaltungsfunktionen in DaVinci Resolve.

„Zum Matchen von Einstellungen derselben Szene verwende ich vorrangig Primary und Secondary Tools, wie jeder andere Colorist auch. Ich gruppiere alle Shots einer Szene und beginne von dort mit der Lookgestaltung. Wo der Look modifiziert werden musste, brauchte ich bloß schnurstracks zu ,Group Post-Clip‘ zu gehen, um dort ein paar Parameter zu ändern“, erzählte Anh. „Dank Resolve und ACES hatte ich eine Umgebung, in der ich jeden Shot schnell mit ein paar Mausklicks verwalten konnte, bevor ich mich an die primäre Farbkorrektur machte.“

„Bei diesem Projekt verwendete ich Resolve als mein Hauptwerkzeug für viele Dinge vom Grading über die Fertigstellung bis zum Mastering. Nach dem Grading war ich zu dem Schluss gelangt, dass viele Shots vor der Weiterbearbeitung durch die VFX-Leute noch etwas Compen vertragen könnten. Resolve stellt Power Windows, Alphakanal-Ausgabefunktionen und ein Warper-Plug-in in der OpenFX-Bibliothek bereit. Das reichte mir, um direkt vom Color-Arbeitsraum aus glaubwürdige Compositings vorzunehmen. Anschließend gab ich diese Einstellungen zur Übergabe an die VFX-Studios in ACES EXR aus. Die bearbeiteten Shots kamen auch in EXR zurück. Also brauchte ich sie bloß noch in meine Timeline einzufügen und das Ganze war vollbracht“, resümierte Anh.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

