MIT BLACKMAGIC DESIGN AUF GEISTERJAGD FÜR ARTE

  Neuvorstellung des Formats Entdeckungen   von Mineworks Film in DaVinci Resolve Studio fertiggestellt

Manchester, Vereinigtes Königreich - Freitag 31. Oktober 2025 - „Haunted Places“ ist eine neue Dokuserie von Mineworks Film für ARTE im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) und des Hessischen Rundfunks (HR). Die als moderne Neuinterpretation von ARTEs „Entdeckung der Welt“ entwickelte Reihe verlagert den Schwerpunkt klassischer Naturdokumentationen hin zur Frage, wie alte Überlieferungen die Gegenwart prägen.

„Erste Gespräche begannen 2022. Grünes Licht erhielt das Projekt wegen seines ungewöhnlichen Konzepts, mit dem das bisherige ‚Entdeckungen‘-Format des Senders neu erfunden werden sollte“, erklärte der Regisseur und DoP der Serie, Frank Mirbach.

Die Dreharbeiten liefen von Herbst 2023 bis Sommer 2024, wobei die Postproduktion für eine Auslieferung Ende 2024 teilweise parallel erfolgte. „Einige Drehs, besonders in Louisiana und Rumänien, mussten wetterbedingt oder wegen Genehmigungsverzögerungen verschoben werden. Dennoch lief die Postpro der ersten beiden Episoden nach Plan, und beide sind sendefertig“, so Mirbach.

Durch Verwendung der digitalen Filmkamera URSA Mini Pro 12K und Blackmagic RAW konnte Mineworks Film das Team klein halten, ohne die Bildqualität zu schmälern. „Das Setup und die intuitiven Bedienelemente der Kamera sparten uns bei Aufbau und Lichtsetzung viel Zeit. Das Filmen in 8K Blackmagic RAW erzielte die ideale Balance zwischen Flexibilität in der Postpro, etwa bei der Neukadrierung oder Stabilisierung, und einer handhabbaren Datenmenge. Das war für die dokumentarische Produktion an vielen verschiedenen Orten besonders wichtig“, erklärte Mirbach.

Pro Tag entstanden durchschnittlich ein bis zwei Stunden Filmmaterial, oft an abgelegenen Orten. Nach Drehschluss kopierte der DIT das Material aus DaVinci Resolve Studio an zwei separate Speicherziele: ein SanDisk ProBlade-System und einen Blackmagic Cloud Store Mini 8TB Netzwerkspeicher. „Dieser Workflow gewährleistete Redundanz und gleichzeitig unmittelbaren Zugriff für das Postpro-Team“, sagte Mirbach.

Er ergänzte: „Unsere Kameraoriginale lagen auf dem Cloud Store Mini ab, zusammen mit den anhand der Blackmagic Proxy Generator App automatisch erstellten Proxys. Letztere wurden dann über Blackmagic Cloud für die Editorinnen und Editoren in Deutschland synchronisiert. Die Rohschnitte entstanden in DaVinci Resolve Studio auf Basis dieser Proxys, und nach Abnahme des Schnitts verlinkten wir sie fürs Grading, Finishing und Mastering wieder mit den Blackmagic-RAW-8K-Dateien.“

„Im täglichen Workflow nutzten wir den Blackmagic Cloud Store, Blackmagic Cloud Sync und das Projekt-Sharing in DaVinci Resolve“, berichtete Mirbach. „Da Teams und Editoren an verschiedenen Orten arbeiteten, half uns diese Kombination, Distanzen zu überbrücken. Wir konnten noch vom Set aus Szenen austauschen, Projektdateien live teilen und so die Feedback-Schleifen kurz halten.“

Die größte Herausforderung der Serie lag in der Fülle an beeindruckenden Schauplätzen, Protagonisten und Erzählungen. „So viel Material, aber so wenig Sendezeit“, erläuterte Mirbach. „Wir haben die Geschichte im Schnitt verdichtet, um Tempo und Spannung ausgewogen zu halten und ein intensiveres Seherlebnis zu schaffen. Geschnitten wurde größtenteils parallel zum Dreh über Blackmagic Cloud. Mit täglich hochgeladenem und synchronisiertem Material konnte das Postpro-Team sogar schon Szenen zusammenschneiden, während die Crew noch an der Location arbeitete.“

Dieser parallele Workflow verkürzte die Turnaround-Zeiten erheblich und sorgte für laufendes kreatives Feedback beim Dreh. Die größten Herausforderungen für die Abläufe bei der Montage waren vor allem die Verwaltung des Filmmaterials von mehreren Drehorten und die Feedback-Abstimmung über verschiedene Zeitzonen hinweg. Beides wurde durch die Kollaborationsfunktionen in Blackmagic Cloud erheblich gestrafft.

Eine Sequenz am Slains Castle in Schottland ist beispielhaft dafür, wie Mineworks Film das Ambiente inszeniert. „Wir begannen mit Totalen der von Nebel verschlungenen Ruine und hielten sie länger als für die Komfortzone des Publikums üblich“, sagte Mirbach. „Wir verzichteten bewusst auf Dialoge und ließen Wind und Brandung die Szene tragen. Die späte Enthüllung von Figuren oder Handlungsdetails hat Unbehagen erzeugt, und das ohne einen einzigen visuellen Effekt.“

Zu Beginn betreute Frank Glencairn als alleiniger Editor jede Folge und handhabte den gesamten Rohschnitt, die Synchronisation, Metadaten und Tonvorbereitung. „Tragischerweise verstarb Frank unerwartet mitten in der Postproduktion. Ihn zu ersetzen war außerordentlich schwer. Er war nicht nur ein herausragender Editor, sondern auch ein enger Freund“, äußerte Mirbach.

Ab der Mitte der Louisiana-Episode übernahm dann Jonathan Fuß. Er erwies sich als hervorragender Nachfolger und vollendete die Serie in puncto Umsetzung und Vision in Franks Sinne. „Projektdateien und Medien wurden weiterhin über Blackmagic Cloud Sync ausgetauscht. Das gewährleistete trotz der unerwarteten Umbesetzung die Kontinuität und eine reibungslose Zusammenarbeit“, sagte Mirbach.

Die Blackmagic Proxy Generator App, die Szenenschnitterkennung in DaVinci Resolve Studio sowie die Cloud-Kollaborationsfunktionen sparten viel Zeit. „Der automatische Proxy-Workflow hielt den Offlineschnitt schnell und stabil. Gleichzeitig erlaubte das Arbeiten mit nativem Blackmagic RAW ohne Transkodierung und das Teilen der Projektdateien über die Cloud eine gestraffte Zusammenarbeit und ein effizientes Finishing“, so Mirbach.

Die Timeline jeder Episode wurde innerhalb von DaVinci Resolve Studio mithilfe von Farbmarkierungen und Labels versioniert. „Statt stark auf klassische VFX zu setzen, nutzten wir KI-unterstützte Sequenzen für bestimmte Effekte und Bildverbesserungen“, erläuterte Mirbach. „Anmerkungen und Arbeitsanweisungen teilten wir direkt über die Kommentarfunktion in Resolve, ganz ohne externe Tabellen oder manuelles Nachverfolgen.“

Die verantwortlichen Redakteure bei ARTE, HR und SR sichteten die Rohfassungen ebenfalls in Resolve und hinterließen dort zeitkodierte Kommentare für Mineworks Film. „Wir konnten dieses Feedback direkt in Resolve umsetzen und ersparten uns damit endlose E-Mail-Ketten“, ergänzte Mirbach.

Jede Episode wird in 4K UHD (3840 x 2160) in einer gegradeten und einer textlosen Version zusammen mit Broadcast-Stereotonstems geliefert. „Colorgrading und Mastering erfolgten vollständig in DaVinci Resolve Studio, wodurch eine durchgängig native Blackmagic Pipeline vom Dreh bis zur Auslieferung gegeben war“, so Mirbach.

Die 43-minütigen Fassungen der ersten beiden Episoden, „Draculas Transsilvanien“ und „Die Bestie von Gévaudan“, sind ab dem 31. Oktober in der ARTE-Mediathek verfügbar. Ein Sendetermin für die 52-minütigen Fassungen steht noch aus, folgt aber demnächst.

PRESSEFOTOS

Fotos der Produkte URSA Mini Pro 12K, Blackmagic Cloud Store Mini 8TB, von DaVinci Resolve Studio und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

