URSA CINE 12K LF LIEFERT VISUALS FÜR STUTS K-ARENA-KONZERT

  Natürliche Bildwelten auf riesiger Leinwand heizten Stimmung im Saal an

Manchester, Vereinigtes Königreich - Freitag 5. Juni 2026 - Der Konzertabend „Odyssey“ von Beatmaker, Produzent und MPC-Performer STUTS war das bislang größte Live-Projekt seiner Karriere und fand im vergangenen September in der K-Arena in Yokohama statt. Zahlreiche Rap-Acts sowie Sängerinnen und Sänger, mit denen STUTS über die Jahre gearbeitet hat, traten als Gäste auf und machten die Show zu einem vollen Erfolg. Ein Highlight war das visuelle Konzept: Auf einer gigantischen Leinwand im Venue liefen Visuals, die mit STUTS Musik und dem Lichtdesign perfekt zusammenspielten und die Stimmung im Saal bis zum Siedepunkt steigerten.

Die visuelle Gesamtleitung der Performance übernahm Spikey John, der schon viele von STUTS Musikvideos inszeniert hat. Für ihn war das die erste Regiearbeit eines Live-Konzerts. Das Bildmaterial entstand mit der Digitalfilmkamera Blackmagic URSA Cine 12K LF und mit DaVinci Resolve Studio. Die Kameraarbeit verantwortete Kaito Muranaka und das Colorgrading übernahm Seiya Uehara. Zu sehen waren Naturaufnahmen aus Yakushima und Nagano, Straßenszenen aus Tokio sowie Footage aus früheren Musikvideos. Das Bildmaterial wurde präzise zur Musik getriggert. Um die nötige Auflösung und den Tonwertumfang für die Projektion auf der Riesenleinwand zu erreichen, fiel die Wahl auf die URSA Cine 12K LF.

Wir sprachen mit John, Muranaka und Uehara über die Produktion der Visuals für die Großbildprojektion:

GAB ES VON STUTS KONKRETE VORGABEN FÜR DAS BILDMATERIAL FÜR DIE RIESENLEINWAND?

John: Ich arbeite schon lange mit STUTS zusammen. Bezüglich der visuellen Gestaltung meinte er nur: „Mach das so wie sonst auch“, und hat mir den Bereich komplett anvertraut.

WIE WAR IHR EINDRUCK, ZUM ERSTEN MAL MIT DER URSA CINE 12K LF ZU DREHEN?

Muranaka: Das Filmen mit der URSA Cine 12K LF fühlte sich an, als würde man mit einer Mittelformatkamera arbeiten. Sogar ganz gewöhnliche Motive zu filmen, war plötzlich spannend. Dieses Gefühl der Begeisterung hat mich über den gesamten Dreh begleitet. Durch den großformatigen Sensor ist das Raumgefühl enorm. Es schien mir, als ob die Realität eins zu eins abgebildet wurde. Der Dynamikumfang ist beeindruckend hoch und diese Auflösung hatte ich so noch nie erlebt. Weil das Publikum die Atmosphäre der Dreharbeiten genauso miterleben sollte, wie wir sie erlebt haben, hat die Kamera perfekt zu meinem Konzept gepasst.

WAR DIE KAMERA BENUTZERFREUNDLICH?

Muranaka: Die hohe Auflösung verlangt natürlich sehr präzisen Fokus, aber mit Zoom-to-Focus war das deutlich leichter. Ich habe mit einem minimalen Setup ohne Rigs und sogar ohne externen Monitor gearbeitet und mich ausschließlich auf den seitlichen Suchermonitor verlassen. Und selbst damit hatte ich das Gefühl, alles problemlos abdecken zu können. Im Vergleich zu früheren Kameras von Blackmagic hat sich das Design des Kameragehäuses stark weiterentwickelt. Die integrierten ND-Filter habe ich ebenfalls genutzt, ohne jegliche Farbverschiebung festzustellen. Unterm Strich ist das in jeder Hinsicht eine hervorragende Kamera.

WAR DAS DREHEN IN 12K BEI DER DATENVERARBEITUNG PROBLEMATISCH?

Muranaka: Wir hatten lange Drehtage und einen straffen Zeitplan, aber mit dem Blackmagic Media Dock konnten wir vom 12K-Material sehr schnell Sicherungskopien erstellen.

Uehara: In DaVinci Resolve Studio habe ich auf einer Timeline in der endgültigen Ausspielauflösung gegradet. Blackmagic RAW ist sehr ressourcenschonend, daher konnte ich völlig entspannt und ohne Probleme mit der Leistung arbeiten.

WORAUF LAG BEIM GRADING DER SCHWERPUNKT?

Uehara: Ein Großteil des Materials zeigte die Natur, wie zum Beispiel Meer und Wälder. Zuerst habe ich mit kräftigeren Farben experimentiert, aber bei Landschaften, die alle aus dem Alltag kennen, wirkt schon ein leicht unnatürliches Farbschema schnell störend. Die Einstellungen sind relativ lang und laufen auf einer riesigen Leinwand. Jede Unsauberkeit in der Farbe springt sofort ins Auge. Ich habe deshalb auf einen natürlichen Look hingearbeitet, damit die Bilder und STUTS Musik ganz natürlich ineinandergreifen. Bei 12K-Material ist es aus meiner Sicht am besten, wenn man die Stimmung der Drehorte möglichst unverfälscht darstellt. Wäre mit einer anderen Kamera gedreht worden, hätte ich dem Look vielleicht mehr stilistische Prägnanz gegeben.

Muranaka: Die URSA Cine 12K LF liefert auch bei sehr natürlichen Farbtönen wunderschöne Bilder. Bei 12K erwartet man vielleicht, dass die hohe Auflösung das Bild übermäßig scharf macht und einen VideoLook erzeugt. In der Realität wirkt es aber fast zu real, um videoartig zu wirken.

In der Setlist gab es den Song „99 Steps“ mit der Sängerin Hana Hope die am Konzertabend selbst nicht dabei sein konnte. Sobald ihr Gesang einsetzte, erschien eine Nahaufnahme von Hope mit einem Wischeffekt aus der Mitte der Riesenleinwand. Das war ein Moment, der beim Publikum für riesige Reaktionen sorgte.

John: STUTS wollte, dass diese Szene eher wie ein Musikvideo inszeniert wird. Vom Song her hatte ich das Bild von Hana, wie sie in einer weiten Graslandschaft singt, mit einem Himmel, der ganz nah wirkt. Ich wollte das Publikum überraschen und habe den Einstieg entsprechend gestaltet. Es hatte bis kurz vor dem Dreh geregnet, aber wie durch ein Wunder klarte der Himmel rechtzeitig auf und das Licht war perfekt. Das hat der Szene etwas Mystisches gegeben.

Muranaka: Das war die einzige Szene, in der wir eine Person gefilmt haben. Die URSA Cine 12K LF bildet Hauttöne unglaublich schön ab und eignet sich auch für Aufnahmen von Personen hervorragend.

Uehara: In dieser Szene standen viele braune Pflanzen wie Pampasgras im Feld, deren Farbe sich stark auf den Hauttönen reflektiert hat. Ich habe sehr genau darauf geachtet, diese Farbtöne sauber voneinander zu trennen. Zudem wirkten die Farben auf der Leinwand im Saal anders als auf unseren Studiomonitoren. Hauttöne tendierten dort deutlich ins Pinke. Bei der Probe am Vortag habe ich mir die Eigenschaften der Leinwand genau eingeprägt, bin danach ins Studio zurückgegangen und habe das Grading entsprechend angepasst. Da ich beim Graden nicht live auf der Leinwand prüfen konnte, musste ich mich komplett auf meine Erinnerung an die Probe verlassen und bis zur Show selbst war ich entsprechend nervös.

DAS GRADING FAND IN EINEM UNGEWÖHNLICHEN SEITENVERHÄLTNIS STATT. WIE SIND SIE DAMIT UMGEGANGEN?

Uehara: Das Seitenverhältnis war 6:1, was auf dem Grading-Monitor ein extrem breites, schmales Bild ergibt. Manchmal habe ich einfach so weit eingezoomt, bis der Ausschnitt in etwa einem 16:9-Frame entsprach, um einfacher arbeiten zu können. Für dieses Projekt habe ich deutlich öfter als sonst in einzelne Bildbereiche hineingezoomt, um Feinheiten zu justieren. Das fühlte sich an wie das Retuschieren von Fotos aus einer Mittelformatkamera. Beeindruckt hat mich, dass die Bildqualität völlig stabil blieb, egal wie weit ich hineingezoomt habe.

WENN SIE ZURÜCKBLICKEN, WAS NEHMEN SIE AUS DIESEM PROJEKT MIT?

Muranaka: Ich habe zum ersten Mal so viele reale Landschaften am Stück gedreht und meine Bilder wurden erstmals auf so einer gigantischen Leinwand gezeigt. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Natur während des Drehs hatte ich das Gefühl, dass die Bilder etwas ausdrücken konnten, das über Worte hinausgeht.

Uehara: Ironischerweise ist es am schwersten, Farben wirklich natürlich wiederzugeben. Das hat meine Herangehensweise an Farben grundlegend verändert. Auf einem kleinen Smartphone-Display wirken knallige Looks vielleicht stärker. Je größer die Leinwand wird, desto kraftvoller sind aber natürliche Farben. Das wurde mir besonders klar, als die Visuals im LiveKontext mit Musik und Licht zusammenliefen.

John: In einer Zeit, in der stark bearbeitete Bilder mit Filtern allgegenwärtig sind, bewegen die Leute Bilder am meisten, die Dinge einfach so zeigen, wie sie sind.

PRESSEFOTOS

Produktfotos der URSA Cine 12K LF, des Blackmagic Media Dock, von DaVinci Resolve Studio und aller anderen Produkte von Blackmagic Design sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

