POSTPRODUKTION FÜR KONZERTFILM  MITSKI: THE LAND
IN DAVINCI RESOLVE STUDIO ABGESCHLOSSEN

  Montage, Color-Grading, VFX und Finishing von   TBD Post machen Live-Konzert zum cineastischen Erlebnis

Manchester, Vereinigtes Königreich - Dienstag 28. Oktober 2025 - Eine Live-Show in eine filmische Erzählung zu verwandeln ist keine Kleinigkeit. Neben Kameraarbeit und Kontinuität geht es vor allem darum, die Energie und Leidenschaft einer persönlichen Bühnenerfahrung in ein filmisches Medium zu übersetzen. Das in Austin, Texas, ansässige Kreativstudio TBD Post nahm genau diese Herausforderung an, als es die Postproduktion des Konzertfilms „Mitski: The Land“ übernahm. Der Film wurde in DaVinci Resolve Studio fertiggestellt. Der Film über die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin Mitski dokumentiert ihre Tour „The Land Is Inhospitable and So Are We“ aus dem Jahr 2024. Er fängt nicht nur die mitreißende Energie ihrer Live-Auftritte ein, sondern nutzt das narrative Filmformat auch, um besonders persönliche Momente zu schaffen.

„Dieser Konzertfilm zeigt Mitskis außergewöhnlich theatralische Show, die ich 2024 selbst live gesehen habe. Ich war völlig gefesselt davon. Es war ganz klar ein Herzensprojekt“, sagte Editor Ben Montez. „Unser Ziel war es, die Emotion der Live-Performance einzufangen und zugleich die Möglichkeiten des Filmformats zu nutzen, um Nähe und auch surreale Momente zu schaffen, die über das Bühnenerlebnis einer Live-Show hinausgehen.“

MULTICAM-WORKFLOW

„Wir haben in Atlanta über drei Abende hinweg mit fünf Kameras gedreht. Das entsprach eigentlich einer Live-Show, die mit 15 Kameras eingefangen wurde“, erklärte Montez. „Es war ein Segen, dass Mitski und ihre Band so professionell sind, aber es gab auch immer Details in der Show die einzigartig waren. Das konnte ein Geigensolo oder eine etwas andere Tanzbewegung von Mitski sein. So war die Kontinuität in der Montage sehr wichtig.“

Montez betonte die Multicam-Funktionalität von DaVinci Resolve Studio als besonders wichtig bei der Montage. „Ich arbeite lieber mit einzelnen Multicam-Timelines, beispielsweise eine pro Abend, anstatt alle 15 Kamerastreams zu synchronisieren“, so Montez. „Wenn man mit weniger Material auf einmal konfrontiert wird, kann man die feinen Unterschiede einzelner Auftritte auf sich einwirken lassen Mit Resolve kann man mit dem Material mühelos klarkommen, sogar wenn man einen 15 Kamera Multicam-Setup hat.“

„Die Auflösung, die Resolve bietet war auch bei diesem Projekt unerlässlich. Der Film wurde in 16 x 9 gedreht und zunächst auch so geschnitten. Dann experimentierten wir mit verschiedenen Seitenverhältnissen, bis wir bei 4 x 3 angekommen waren“, fügte Montez hinzu. „So etwas würde einem normalerweise Kopfzerbrechen bereiten, aber in Resolve war der Wechsel ein einziger Klick. Wir konnten den Look ganz schnell auswerten und anpassen, um ein passendes Format zu finden.“

REALITÄT VEREDELN

Nachdem der Rohschnitt fertig war, arbeiteten Regisseur Grant James und Montez eng zusammen. So wurden Schlüsselmomente der Performance von Mitski veredelt, um die emotionalen Höhepunkte fürs Kino filmisch zu verstärken. „Die Effekt-Tools in Resolve, wie bspw. im Fusion-Modul und OFX im Schnitt- oder Farbe-Modul waren alle für diese Arbeit unerlässlich“, erklärte Montez. „Einer unserer ersten Ansätze war eine Kombi aus den Effekten in Fusion, um einen Step-Printing-Effekt zu erstellen. Wir verlangsamten das Video, um es mit vier bis sechs Bildern pro Sekunde abzuspielen, was den Bildern eine gespenstische, überirdische Qualität gab. So wollten wir bestimmte Momente, etwa Mitskis ausdrucksvolle Gesten im Song ‚Buffalo Replaced‘, intensiver gestalten.“

„In den Montage- und Farbe-Modulen haben wir eine Reihe von Effekten miteinander kombiniert. Zum Beispiel Richtungsunschärfe, Bewegungspfade und Tilt-Shift-Weichzeichnung. So entwickelten wir unsere eigene Sprache für diesen Film. Wichtig war, keine externen Plugins zu verwenden. Wir wollten individuelle Looks, die perfekt zum Moment passen, direkt in Resolve erstellen. Auch wenn man dies vielleicht als getrennt vom Schnitt betrachten könnte, mussten die Effekte im Offline-Schnitt vollständig umgesetzt werden, damit bestimmte Schnitte funktionierten. Sie in den Offline-Workflow einzubeziehen war wichtig für den gesamten kreativen Schnittprozess.“

Der Colorist Brandon Thomas schloss sich Montez Meinung an: „Bei manchen Einstellungen nahmen wir die Rauschreduzierung schon im Fusion-Modul vor. In Fusion nutzten wir Tools wie Magic Mask und Depth Map, um Bildebenen zu isolieren oder zu kombinieren. Dies gilt sowohl für das Grading als auch für die Effekte, die Ben umsetzte. Dass wir direkt zwischen den Fusion-, Montage- und Farbe-Modulen wechseln konnten, gab uns viele Optionen und enorme gestalterische Freiheit, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.“

KREATIVE ZUSAMMENARBEIT

Thomas betonte auch die enge Zusammenarbeit im Team: „Eine große Stärke war, dass der Schnitt und die Farbkorrektur in derselben Resolve Timeline stattfinden konnten. Das war ein Highlight dieses Projekts. Wir fanden Lösungen für den Schnitt über die Farbkorrektur und umgekehrt.“

„Dass meine Effekte vollständig im Farbworkflow erhalten blieben, war ein riesiger Vorteil“, ergänzte Montez. „Ich habe sehr intensiv an der Opazität, den Leuchteffekten und Details gearbeitet, um im Offline-Schnitt alles funktionsfähig zu halten. Brandon konnte direkt auf alles zugreifen, ohne Daten hin und her schicken zu müssen. Weil wir mit dem Coloristen im selben Produktionshaus arbeiten, haben wir den Vorteil, bei der Effektentwicklung parallel an der Farbgestaltung arbeiten zu können. Nachdem Brandon eine Einstellung gemacht hatte, schauten wir uns die Auswirkungen der Farbgebung auf den Gesamteffekt an. So entstand ein fortlaufender kreativer Dialog, der sofort aktiv geführt werden konnte und ganz ohne Wechsel zwischen verschiedenen Programmen, um das Ergebnis zu sehen.“

Von seinem DaVinci Resolve Advanced Panel aus nutzte Thomas den Farbverzerrer zum schnellen Kameraabgleich und fürs schnelle Rauschen, um eine visuelle Atmosphäre zu schaffen. Er mischte Einstellungen aus verschiedenen Produktionsnächten oder visuell stark abweichenden Blickwinkeln. „Nebelmaschinen haben ja ihren eigenen Willen“, so Thomas. „Wir verwendeten verschiedene Ebenen zur gleichmäßigen Anwendung von Filmkorn, fügten teils ein leichtes Flimmern hinzu, um den Lichtwechsel filmischer wirken zu lassen, und entfernten störendes Flimmern an anderen Stellen.“

„Es war erfrischend, das ganze Team und die Regisseure so begeistert von einem Projekt zu sehen. Alle wollten das Beste für das Projekt geben. Das wurde noch durch die Tatsache verstärkt, dass wir alle Fans von Mitskis Musik sind. Das macht es sehr erfüllend, ein Teil des Teams zu sein, das diesen Film zum Leben erweckt.“

„Ich war schon immer ein Riesenfan von Musik. Der Schnitt ist für mich das nächstbeste Ding nach dem tatsächlichen Musizieren. Mit Bildern Emotionen einer Performance zu betonen, fühlt sich an, als würde man selbst ein Instrument spielen“ erklärte Montez. „Als langjähriger Mitski-Fan fand ich diese Performance unglaublich inspirierend. Es war es für mich ein Traum, eine Rolle dabei zu spielen, dieses Erlebnis visuell zum Leben zu erwecken.“

„Dieses Projekt hat wirklich alle Beteiligten inspiriert. Wir waren alle von der Zusammenarbeit begeistert“, fasste Executive Producer Rachel Kichler zusammen. „Ben hat mit seinem Schnitt eine poetische Ebene geschaffen, weit über einen reinen Konzertfilm hinaus. Er hat etwas unerwartet ätherisch Schönes kreiert. Brandon hat das Ganze mit subtiler Farbgestaltung und dem Herausarbeiten eindrucksvoller Bilder aus schwierigen Lowlight-Szenen weiter veredelt. Wir sind unglaublich stolz auf den Film und freuen uns, ihn bald mit Fans weltweit zu teilen.“

„Mitski: The Land“ läuft ab dem 22. Oktober 2025 in 630 Kinos in 30 Ländern. Der US-Filmstart ist am 22. Oktober 2025.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio, dem DaVinci Resolve Advanced Panel und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

