WOWOW’S REMAKE VON HIT-DRAMA COLD CASE
– KEIN OPFER IST JE VERGESSEN MIT DAVINCI RESOLVE STUDIO GEGRADET

Tokio, Japan – 16. Dezember 2016 – Blackmagic Design gab heute bekannt, dass das Remake der weltweiten Hit-Serie „  Cold Case
 – Kein Opfer ist je vergessen“ mit DaVinci Resolve Studio nachbearbeitet wurde. Die neue Show wurde von Tetsuji Yamashita, Colorist und technischer Regisseur von IMAGICA, gegradet und in HDR- und SDR-Versionen ausgeliefert.

WOWOWs  Cold Case
 mit Schauspielerin Yo Yoshida ist die japanische Version der beliebten amerikanischen Dramaserie. Derzeit überträgt WOWOW all seine Programme in SDR, entschloss sich jedoch, auch eine HDR-Version der Show zu produzieren, um sie zusätzlich zum Eigengebrauch auch ins Ausland zu verkaufen.

„Da wir uns entschieden, diese Serie in HDR zu produzieren, wollten wir ihr einen einzigartigen Look verpassen, der für die SDR-Version nicht möglich war. Man sagt HDR sei realistisch, aber manchen Leuten gefällt das nicht, weil der Look in manchen Situationen zu grafisch wirkt. Das erschwert es dem Publikum, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Also haben wir einen neuen Look kreiert und uns zum Ziel gesetzt, das Bild nicht allzu grafisch wirken zu lassen“, sagte Yamashita.

Der Look des Dramas ist hart und hat einen grünlichen Stich. „HDR hat ein paar einzigartige Eigenschaften, wenn es um Highlights geht. Sogar sehr helle Bereiche, die in SDR überhaupt keine Farben haben, kann man in HDR noch sehen. Mit Resolve habe ich einen Look geschaffen, der dem Weiß einen leichten Grünstich verlieh. Das Tracking kam für die Gesichter der Schauspieler viel zum Einsatz, damit sie einen natürlicheren Teint behielten.“

WOWOW und die Schöpfer des Dramas einigten sich bereits vor den Dreharbeiten auf die Looks. „Auf diese Weise konnten wir alle denselben Look anwenden, auch wenn wir offline arbeiteten. Wenn man sich erst in der Postproduktion entscheidet, entsteht eine große Lücke zwischen dem Look, an den sich der Regisseur gewöhnt hat, und dem Look, den der DP kreieren will. Von  Cold Case
 mussten wir eine SDR- und eine HDR-Version erstellen. Dadurch, dass wir uns schon im Vorhinein auf die Looks geeinigt hatten, verlief das Grading reibungslos.“

IMAGICA trug außerdem zur Produktion der Show bei. In ihrem Workflow, bestehend aus Dreh, Erstellung der Dailies, Conforming und Grading, übernahm DaVinci Resolve mehrere unterschiedliche Rollen. IMAGICA bietet einen Uploading-Service für Dailies, Offline-Schnitte und VFX-Shots, damit jeder Mitarbeiter dieselben Dinge zur selben Zeit überprüfen kann.

Masahiro Saito, Datenverwalter von IMAGICA, sagte: „Wir müssen unser Material für verschiedene Zwecke in unterschiedliche Formate exportieren. Dazu gehören z. B. H.264 zum Hochladen in die Cloud oder DNxHD und ProRes für Offline-Schnitte. Resolve ist total praktisch, weil es fast alle Codecs unterstützt, die wir brauchen. Außerdem können wir mehrere Clips in einem Durchgang exportieren. Wenn wir Shots für VFX-Zwecke extrahieren, benutzen wir Resolve auch zum Schneiden.“

Yamashita fügte hinzu: „Viele Mitarbeiter des Produktionsteams, wie der Kameramann und der Kameraassistent, wissen jetzt mit Resolve umzugehen. Wenn ich für mein Grading Nodes oder LUTs erstelle und speichere, kann jeder denselben Look sehen. Damit haben wir das Farbmanagement mit Links über die Bühne gebracht.“

Yamashita wollte einen eher harten Look für die Serie kreieren. Dabei spielte Schärfe eine große Rolle. „Wenn man versucht, die Schärfe hervorzubringen, neigt das Bild zum Rauschen, besonders in 4K HDR. Ich wollte das Bild so rauschfrei wie möglich halten. Das habe ich mit dem Rauschreduzierungs-Plug-in kompensiert. In solchen Situationen schicke ich den Master für die Rauschreduzierung an ein anderes System. Aber das macht mehr Arbeit. Dank Resolve konnte ich diesen Schritt überspringen. Ich konnte während des Gradings entscheiden, inwieweit ich das Rauschen reguliere, d. h. wie viel Textur ich dem Bild verleihe. Das war ein großer Vorteil von Resolve.“

In jeder Folge gibt es eine Szene mit einer Rückblende. Diese Szene spielt in unterschiedlichen Epochen. Und so wurde jeder Szene ein einzigartiger Look verliehen, der die jeweilige Epoche widerspiegelt. „Damit die Looks auch die Vergangenheit widerspiegeln, haben wir alle Rückblenden auf 16mm-Film gedreht. Den Abgleich zwischen Look und Epoche haben wir extrem genau genommen. Wenn eine Szene zu der Zeit spielte, als Videokameras gerade aufkamen, benutzten wir eine Videokamera mit DV-Codec und drehten in 60i. Bei Szenen aus den Siebzigerjahren sollte ich hingegen einen alten Umkehrfilm-Look schaffen. In Resolve konnte ich den Schatten einen Rotstich verleihen und so einen kontrastreichen Look kreieren, der die lebhafte und ein Stück weit niedliche Atmosphäre im Bild hervorbrachte“, so Yamashita.

„In diesem Drama übernehmen die Schauspieler die Rollen derselben Figur, auch wenn zwischen Rückblick und Gegenwart 20 Jahre liegen. Der Schlüssel für die Herausarbeitung solcher Unterschiede ist der richtige Hautton. Dafür habe ich Mitteltonwert-Details und das Kurven-Grading genutzt. Besonders beim Grading für die SDR- und HDR-Versionen hat sich die Überlegenheit des Kurven-Gradings bemerkbar gemacht. Darüber kann ich Feinheiten anpassen, über die ich mit den Track-Balls keine Kontrolle habe. Ich musste in verschiedenen Farbräumen graden, nämlich zwischen Rec 709 und Rec 2020. Beim Kurven-Grading ist es einfacher zu verstehen, wie ich die Kurve in jedem Farbraum bewegen muss“, sagte Yamashita abschließend.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=8gh1gaVaAs4 [https://www.youtube.com/watch?v=8gh1gaVaAs4]

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

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