DI-WORKFLOW FÜR  MORD IM ORIENT-EXPRESS
 MIT DAVINCI RESOLVE GEMANAGT

Manchester, Vereinigtes Königreich – 11. Dezember 2017 – Die Firma Blackmagic Design ließ heute verlauten, dass ihre DaVinci Resolve Studio Software bei der Adaptation des Agatha-Christie-Klassikers „Mord im Orient-Express“ von Kenneth Branagh für das Management der Color Pipeline im Einsatz war. Dies beinhaltete u. a. die Onset-Dailies und das finale Grading.

Der DI-Workflow des Kinofilms wurde von Goldcrest Post London in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für analogfilmbasierte und digitale Dailies, Digital Orchard, konzipiert und ausgeliefert. Gemeinsam entwickelten Director of Photography Haris Zambarloukos und Goldcrest die Farbverarbeitung und LUTs, die später in die Dailies-Pipeline integriert wurden.

„Zu guter Letzt hatten wir eine LUT geschmiedet, die für einen authentischen filmischen Look sorgen würde“, erzählt Rob Pizzey, Senior Colorist bei Goldcrest Post. „Ein warmer Weißpunkt half uns total damit, die ursprüngliche Farbgebung und den Kontrast der digitalisierten Filmnegative zu bewahren. Der Film hat ein unbeschreiblich sattes Ambiente mit markanten Farben und das wollten wir nicht verwässern.“

Sam Spurgeon war der vonseiten Digital Orchard verantwortliche Dailies Colorist bei „Mord im Orient-Express“. Er hatte das Sagen über die Color-Pipeline für die Dailies. Das umfasste zum einen die simple Farbarbeit mit CDLs, um für die Kompatibilität mit VFX zu sorgen. Zum anderen zählte auch ein Framework dazu, das es Rob Pizzey ermöglichte, ein Basis-Grading mit dem vom DP angestrebten Look zu importieren.

„Um die LUTs zu kreieren, kollaborierten wir eng mit Goldcrest. Die LUTs dienten als Grundlage für die Color-Pipeline unserer Dailies“, verrät er. „Dann gradeten wir die Dailies unter Verwendung der DCI-P3-Version auf einem kalibrierten, DCI-konformen Projektor. Im nächsten Schritt wurden die Medien über die Rec.709-Version der gleichen LUT gerendert.“

Da „Mord im Orient-Express“ in einer Kombination aus digitalen und analogen Filmformaten gedreht wurde, musste die von Callum Just gemanagte Dailies-Pipeline beide bewältigen.

Dem fügt Spurgeon hinzu: „Wir scannten den 65mm-Film bei 10 Bit in 2K-DPX-Sequenzen und kamen pro Rolle auf 100–300 GB. Pro Tag fielen zwischen 10 und 20 Labrolls an. Die digitalisierte Footage wurde dann in DaVinci Resolve Studio gegradet und umkodiert.“

„Fürs Conforming waren die Farbwerte, die Daten der Labrolle und der Kamerarolle sowie der Keycode und der Timecode absolut kritisch. Darum mussten wir diese Infos entlang der gesamten Pipeline greifbar machen. Die Eingabe der wichtigsten Metadaten, was auch erforderliche Anmerkungen umfasste, ging mit Resolve mühelos. Anschließend ging all das zum Schnitt und dann in die zweite Runde des Conformings.“

So war auch die Bildanalyse für die Qualitätskontrolle ein integraler Teil des Workflows. „Manche Probleme mit Analogfilm manifestieren sich in bestimmten Farbkanälen. Diese Kanäle in Resolve isolieren zu können, um sie in Schwarzweiß zu beurteilen, war hilfreich bei der Diagnose.“

Spurgeon fügt hinzu: „Blackmagic liefert ein großartiges Werkzeugsortiment fürs Grading von Dailies bei Hollywood-Produktionen und für die anschließende Übermittlung zum Schnitt und zur Postpro ebenso wie für eine anspruchsvollere farbliche Nachbearbeitung. DaVinci Resolve ist seit 2011 das Rückgrat unseres Workflows. Der erweiterte Funktionsumfang dieser Applikation lässt uns erwiesenermaßen das Beste aus digitalen wie auch Analogfilm-basierten Workflows herausholen.“

Sinéad Cronin von Goldcrest Post realisierte den Online-Schnitt in DaVinci Resolve und das finale DI, einschließlich eines Kino-Gradings in Dolby Vision, wurde von Rob Pizzey ausgeliefert.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Digitalrekorder, Wellenform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Herstellers gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

