PROJECT ALPHAS ERSTE NARRATIVE SCIFI-SERIE  ORBITAL REDUX
MIT TECHNIK VON BLACKMAGIC DESIGN LIVE GESTREAMT

Hollywood, Kalifornien, USA – 12. Dezember 2018 –Blackmagic Design gab heute bekannt, dass für das Streaming der live nach Drehbuch performten, achtteiligen Science-Fiction-Serie „Orbital Redux“ des Streaming-Anbieters Project Alpha breitflächig auf Technik von Blackmagic Design gesetzt wurde. Dies umfasste u. a. Kameras, Mischer und Kreuzschienen für die Realisierung und HyperDeck Studio Rekorder für die Aufzeichnung.

Der kreative Kopf hinter „Orbital Redux“ ist der Autor und Regisseur Steven Calcote von Butcher Bird Studios. Dessen Leidenschaft für Science-Fiction und Wissenschaft gab ihm den Einfall für eine Story, die beides verquickt. „In meiner Arbeit als Regisseur richtet sich mein Augenmerk häufig auf die Schnittstelle zwischen Technik und Mensch“, sagte Calcote. „Allerdings begann ich mich nach einem Jahrzehnt der Wechselwirkungen von neuen Technologien und allgegenwärtigen autonomen Systemen zu fragen, was wohl passieren würde, wenn computergestützte Systeme infolge der durch Hacker und KI verbreiteten Viren zusehends unzuverlässiger würden.“ Entsprechend handelt „Orbital Redux“ von der Rückkehr zu einem Konzept aus der Ära der Apollo-Raumfahrten mit tausenden Schaltern, Tasten und Reglern, die als Reaktion auf das Versagen hochmoderner Technologie erfolgt.

Die Story wird in acht live aufgeführten und live gesendeten Folgen erzählt und dreht sich um zwei Piloten, die für den Transport einer unverzichtbaren Ressource vom Mond zur Erde verantwortlich sind: Helium-3. Trotz des Versagens der Technik wird diese Ressource, die nur per Raumfahrt herangeschafft werden kann, auf der Erde immer noch gebraucht. „Orbital Redux“ begleitet den ehemaligen Astronauten Zachery Levodolinksy alias Max in seinem Leben nach NASA – ohne spannende, heroische Missionen, für die der Raumfahrtorganisation das Geld ausgegangen war. Die Story beginnt, als Max aufgetragen wird, einen neuen Piloten in die Praxis des Raumfahrtprogramms einzuführen. Obwohl sich die beiden zunächst nicht grün sind, weil der neue Rekrut den Job von Max übernehmen soll, zwingt eine fehlgeschlagene Heimkehr das Duo später, sich zusammentun, um mit vereinten Kräften zu überleben.

Es lag allerdings keineswegs in der Absicht von Calcote und seinen Partnern bei Butcher Bird, eine stinknormale Scifi-Sendung zu produzieren. Vielmehr gingen die Macher der Frage nach, mit welchem Merkmal man diese Story wohl von sämtlichen anderen Scifi-Serien auf dem Markt differenzieren könne. Die Antwort lautete: Indem man sie live performt. Unterstützung bei so gut wie allen technischen Herausforderungen, die mit der Produktion einer derartigen Sendung einhergehen, holten sich Calcote und Associate Producer Griffin Davis bei Blackmagic Design.

„Blackmagic Equipment spielte in unserer Produktion eine unverzichtbare Rolle. Anders wäre es uns gar nicht möglich gewesen, die Sendung zu realisieren“, sagte Davis. „Wir benutzten Blackmagic URSA Minis, URSA Mini Pros, Micro Studio Cameras und mehrere ATEM Mischer. Da all diese verschiedenen technischen Geräte über unsere Schaltstationen für die Missionskontrolle verlinkt sind, mussten wir dafür sorgen, dass die Technik reibungslos miteinander kommuniziert. Wir benutzen Blackmagic Geräte schon seit einem Jahr für unsere wöchentliche Live-Sendung ,Butcher Bird Presents‘ und deshalb verstand es sich von selbst, ,Orbital Redux‘ ganz und gar mit Blackmagic Design zu produzieren.“

Bei den zehn Produktionskameras handelte es sich um in verschiedenen Konstellationen eingesetzte URSA Mini Pros, URSA Mini 4.6Ks und Blackmagic Micro Studio Cameras, deren Feeds den HyperDecks zur separaten Aufzeichnung zugeführt wurden. Anschließend wurden die Signale für die Live-Mischung zu einem ATEM 2 M/E Production Studio 4K durchgestellt. Die einzelnen Kameras wurden dabei über ein ATEM 1 M/E Advanced Panel gesteuert. Ein weiterer Mischer von Blackmagic, der ATEM Television Studio Pro 4K, diente zum Mischen der regieinternen Bildschirmfeeds, die den Schauspielern am Set zur Orientierung dienten, und von den Live-Kameras mitgefilmt werden.

„Wir organisierten unsere Missionskontrolle aufgeteilt in externes und internes Video“, erklärte Davis. „Internes Video sind bei uns Inhalte, die im Raumschiff selbst spielten und von Adam Fair gemanagt wurden. Für externes Video, das direkt live ans Publikum ausgestrahlt wurde, war ich verantwortlich. Adam bediente auch die beiden HyperDeck Studio Mini Rekorder, auf die hunderte Grafiken geladen waren, die er für die Anzeige von Einblendungen auf den Monitoren am Set anpassen konnte.“

Für Kinematograf Steven Moreno erwies sich die Vorausplanung der Kamerapositionen als einer der schwierigsten Aspekte. Das Set war baulich auf kreative Flexibilität getrimmt. Das ermöglichte entgegengesetzte Perspektiven durch die Konstruktion von Trennwänden. Nach außen wegdrehbare Monitore und Wände erlaubten es den Operatoren, ihre Kameras zum Erfassen bestimmter Winkel ins Set zu bringen, sie dann aber diskret wieder aus dem Sichtfeld einer anderen Kamera zu entfernen.

„Die Kameraplatzierung wurde lange diskutiert, da wir die Szeneninszenierung der einzelnen Folgen zu Beginn der Tsiolkovsky-Setkonstruktion in einer leeren Hülle des Raumschiffs proben mussten“, erzählte Moreno. „Beim Begehen der Bühne entschieden wir, wo sich unsere Handlung abspielen sollte und wo wir Türen und Fenster für die Kameras brauchen würden. Die Raumschiffbauer und das Art Department standen dann vor der Herausforderung, sich einfallen zu lassen, wie man diese Trennwände auf- und zumachen und im Set verschwinden lassen konnte.“

In puncto Kameras fand Moreno mit der URSA Mini Pro die ideale Lösung für den Job. „Neben ihrer 4K-Fähigkeit und der Tatsache, dass diese Kameras hervorragend mit dem ATEM Mischer integrierbar sind, wiegen sie wenig und tun sich mit einem für den Handbetrieb idealen ergonomischen Design hervor. Außerdem bieten sie einen legendären elektronischen Sucher, großartige Fokussierwerkzeuge und mehrere SDI-Ausgänge, über die wir Feeds zeitgleich zum ATEM Mischer und zur Ersten Kameraassistenz senden können.“ Freude bereiteten Moreno auch die bescheidene Größe und Flexibilität der Blackmagic Micro Studio Cameras. „Sie sind winzig, passen fast überall hin und lassen uns die Kameraeinstellungen vom ATEM aus steuern. Wir installieren je zwei bis drei Kameras im Inneren des Raumschiffs und positionieren sie je nach der Handlung für jede Folge neu. Man kann sie wahrhaftig in Lücken verstauen und an für uns unerreichbaren Plätzen einsetzen“, so Moreno weiter.

Der Kitzel der Live-Produktion hält die gesamte Crew auf Zack, wobei das Vorhandensein zuverlässiger Technik das Risiko zumindest teilweise vermindert. „Es gab einen Moment im Eröffnungssegment von Episode 4, der mir dazu sofort in den Kopf kommt“, sagte Moreno. „Unser DMX-Dimmer bekam versehentlich einen Tritt und änderte dadurch die DMX-Adresse für das Führungslicht eines der Protagonisten – mitten in der Live-Übertragung. Sobald wir sahen, dass unser Licht nicht anging, zog Adam Fair, unser Bildingenieur, flink die Belichtung am ATEM hoch und brachte die Videopegel des Schauspielers nahezu auf das Level, das mit dem Führungslicht erreicht worden wäre. Das war ein schneller Rettungsakt, der eine Katastrophe abwendete.“

Offenbar lassen sich weder Calcote noch seine Crew von derartigen Schwierigkeiten abschrecken oder gar in ihrer Leidenschaft bremsen, die Grenzen immer noch etwas mehr auszureizen. „Es freut uns besonders, zum Ende der ersten Staffel am 15. November Episode 8 mit allen zu teilen. Das ist unseres Wissens das allererste Mal, dass eine Produktion einen schwerelosen Live-Stunt durchgezogen hat“, sagte Calcote. „Die ganze Folge steht und fällt nämlich mit unserem Geschick, glaubhaft den Eindruck zu erwecken, dass einer der Protagonisten außerhalb des Raumschiffs prekär im All schwebt.“

Obwohl Calcote sich jede Woche von Neuem aufs Glatteis begibt, ist er sich in einer Sache völlig sicher: „Eine der größten Schwierigkeiten bei einer Sendung wie dieser mit Mischen und Filmen im Live-Betrieb liegt in der nahtlosen Verzahnung uneinheitlicher Systeme. Ehrlich gesagt gab es für uns nur eine Lösung, das Ganze zuverlässig zu realisieren. Die hieß, zu 100 Prozent auf Kameras, Mischer und Videokonverter von Blackmagic Design setzen. Für das Gelingen des Projekts war das die wichtigste, von uns getroffene technische Entscheidung.“

„Orbital Redux“ wird auf ProjectAlpha.com gezeigt.

PRESSEFOTOS

Fotos für die Produkte URSA Mini Pro, URSA Mini 4.6K, Micro Studio Camera 4K, ATEM 4 M/E Broadcast Studio 4K, ATEM Television Studio Pro 4K, ATEM 1 M/E Advanced Panel, HyperDeck Studio und alle weiteren Blackmagic Design Produkte stehen zum Download unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images bereit.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

