KURZE ANIMATIONSSERIE  AOI HANE MITSUKETA!
 IN DAVINCI RESOLVE STUDIO POSTPRODUZIERT

Tokio, Japan – 4. August 2021 – Blackmagic Design teilte heute mit, dass die Anime-Serie „Aoi Hane Mitsuketa!“ (Fund einer blauen Feder) von der Anime-Produktionsfirma Noovo Inc. in DaVinci Resolve Studio postproduziert wurde. Gefördert wurde die Serie mit einem MegaGrant vom Spielehersteller Epic Games. Schnitt und Compositing erfolgten in DaVinci Resolve Studio, wobei die Hintergrundbilder im Fusion-Arbeitsraum zusammen mit der Unreal Engine von Epic erstellt wurden.

Die mit der aktuellsten Technologie produzierte Serie besteht aus sechs Fünfminütern, die von mehreren japanischen Streaming-Anbietern und weltweit auf Plattformen wie YouTube ausgestrahlt werden. Bei der Produktion handelt es sich um eine komplett digitale Kreation. Ihr Look orientiert sich am Aquarellstil der originalen Buchreihe, auf der die Serie beruht.

„Wir waren bereits mit der Produktion des Bilderbuchs beschäftigt. Da wir das Urheberrecht daran besaßen, konnten wir bei der Weiterverwertung als Animation sehr frei vorgehen. Wir hatten sowieso von Vornherein eine Anime-Version geplant. Ich wollte etwas Neues versuchen und einen Bilderbuchlook unter Verwendung der aktuellsten Technologie umsetzen“, sagte Hideo Uda, CEO bei der Anime-Produktionsfirma Noovo, Autor des Buchs und Executive Producer der Anime-Serie.

Noovo ist voll auf die komplett digitale Anime-Produktion spezialisiert. Anders als bei Noovo werden in der Branche vorrangig noch analoge Verfahren wie händisches Zeichnen auf Papier für Produktionen eingesetzt. Der Anbieter beschloss jedoch, sich digitale Technologien für einen effizienteren Workflow zunutze zu machen. Für diese Anime-Serie benutzte Noovo DaVinci Resolve und Unreal Engine, was effizientes Arbeiten im kleinen Mitarbeiterkreis ermöglichte.

Noovos digitale Anime-Produktionseinrichtung namens Animator Space Tokyo bietet Beratungsdienste und Training zur digitalen Anime-Produktion an und vermietet Räumlichkeiten in ihrem Studio. Die Einrichtung wird in Zusammenarbeit mit dem Systemadministrator LITTLETIBT Inc. verwaltet. Nao Omachi von LITTLEBIT sagte: „Wir sind für das Systemmanagement verantwortlich und agieren als Bindeglied zu den Herstellern der in der Einrichtung installierten Produkte. Die Schnitt-Suite ist mit DaVinci Resolve Studio und einer UltraStudio 4K Mini für die Monitoringausgabe ausgestattet. Gelegentlich laden wir uns einen Illustrator hierher ein und streamen eine Sendung zum Livezeichnen, die von einem Tablet-Hersteller moderiert wird. Dafür benutzen wir den ATEM Mini und Pocket Cinema Camera 4Ks.“

Ein wichtiger Verfahrensschritt für einen Compositing-Artist in der Anime-Produktion ist das Animieren von Zeichnungen anhand einer Zeittabelle, sprich Anweisungsliste für die Anime-Produktion. Die Comper entscheiden das Timing und die Auswahl der Einzelbilder entsprechend der Vorgaben der Zeittabelle.

„Ich habe ein Skript erstellt, um die Zeittabelle für Fusion lesbar zu machen. Der erste Schritt, für den wir Fusion bei diesem Projekt verwendeten, war das Importieren der Zeittabelle und das Konvertieren dieser Infos in Keyframes. Dazu diente uns das ‚Time Stretcher‘-Tool in Fusion, mit dem man Bilder animiert“, sagte Omachi.

Masao Shimizu, der Compositing-Artist der Serie, fügte hinzu: „Als nächstes wendete ich diverse Effekte zur Stilisierung der Figuren an, um ihr Aussehen stärker an die Originalbilder im Buch anzupassen. Dann compte ich die Figuren und Hintergründe in Fusion und setzte, wo erforderlich, Kamerabewegungen ein.“

„Der Vorteil von DaVinci Resolve ist, dass ich das, was ich im Fusion-Arbeitsraum compe, unmittelbar als Schnittsequenz im Edit-Arbeitsraum betrachten kann. Normalerweise sind Compositing und Schnitt völlig voneinander getrennte Abläufe. Um zu prüfen, wie meine Kompositionen als Sequenz aussehen, hätte ich erst einen Editor bitten müssen, eine Filmdatei für mich zu exportieren. Das Gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit anderen Compern. Zum Prüfen ihrer Arbeit hätte ich erst um Zusendung ihrer Projekte bitten müssen. DaVinci Resolve hingegen bietet über den Kollaborationsworkflow der Software einfachen Zugriff auf die Arbeit weiterer Mitarbeiter. Das macht es einfacher, aufeinanderfolgende Einstellungen abzugleichen.“

Shimizu weiter: „Ich habe an diesem Projekt als Editor und als Compositor gearbeitet. Dass Schnitt und Compositing nahtlos in derselben Software möglich sind, gehört zu den Vorteilen von DaVinci Resolve. Es ist einfacher für eine Person, sowohl am Schnitt als auch am Compositing zu arbeiten. Aber auch wenn ein dedizierter Editor dabei ist, kann man dasselbe Projekt bearbeiten.“

Der Kollaborationsworkflow in DaVinci Resolve Studio spielte bei diesem Projekt eine wichtige Rolle. Omachi sagte: „Da Shimizu vorrangig von zu Hause arbeitete, richtete ich im Studio einen Projektserver ein, auf den er über VPN zugreifen konnte. Das war bequem, weil es nicht nötig war, uns das Projekt oder Daten zum Prüfen der Rushes oder zur Schnittvorschau von ihm persönlich bringen zu lassen. Sein DaVinci Resolve befand sich immer im Kollaborationsmodus mit unserem Resolve in der Edit-Suite.“

„Irgendwann hinkte er mal etwas dem Terminplan hinterher. Da half ich ihm ein wenig beim Compen, denn ich hatte ihm die Software beigebracht. Ich habe unter Einsatz des Kollaborationsworkflows ebenfalls von zu Hause gearbeitet. Dabei habe ich Shimizu meine Compositings prüfen lassen und der Ablauf war flüssig, weil wir beide Zugriff auf dasselbe Projekt hatten. Praktisch war auch der gemeinsame Zugriff auf Effekte. Man brauchte Nodes bloß als Text in eine Notiz zu kopieren und sie dann in den Fusion Node-Editor einzufügen. Ganz einfach. Dank der Kollaborationsworkflows konnten wir unsere Computer auch als Renderfarmen einsetzen. Sobald ich den Computer im Studio im Remote-Render-Modus hochgefahren hatte, konnte Shimizu remote ein paar Einstellungen zum Rendern auf den Studiocomputer schieben. So konnte er auf seinem Computer weitere Einstellungen bearbeiten, während auf einem anderen Computer gerendert wurde.“

„Durch den Kollaborationsworkflow konnten wir selbst bei der Remote-Arbeit sehen, was die anderen gerade machten“, fügte Shimizu hinzu. „Beispielsweise konnte ich von meinem Computer aus sehen, wie viel bereits von einem anderen Computer gerendert worden war. Überdies war der verantwortliche Regisseur mit DaVinci Resolve in der Lage, meine Kompositionen über den Kollaborationsworkflow aus der Ferne zu checken. Für Regisseure und Produzenten ist die Arbeit eines Compositors gewöhnlich in etwa so undurchsichtig wie eine Blackbox. Sie können die Abläufe nicht so nachvollziehen wie ich. DaVinci ist da einzigartig, denn selbst ein Regisseur kann direkt im selben Projekt eine Komposition verfeinern.“

Abschließend sagte der verantwortliche Regisseur Takahiro Kawagoshi: „Ich arbeite schon seit Version 12.5 mit DaVinci Resolve, aber für Anime-Produktionen ist die Software noch nicht besonders gebräuchlich. Mit Resolve zu arbeiten war großartig, da wir alle Zugriff auf das Projekt hatten und die Kompositionen aus Fusion perfekt mit der Timeline im Edit-Arbeitsraum verknüpft waren. Ich rate jungen Anime-Schöpfern dazu, die kostenlose Resolve Variante auszuprobieren. Einen großen Vorteil bietet sie auch Schöpfern, die allein oder in kleinen Gruppen Anime produzieren, weil Compositing und Schnitt in ein und derselben Software gemacht werden können. Es ist meine Hoffnung, dass durch solche Technologien mehr Leute Anime-Profis werden.“

PRESSEFOTOS

Fotos der Produkte DaVinci Resolve Studio, ATEM Mini, Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K , UltraStudio 4K Mini und aller weiteren Blackmagic Design Produkte stehen unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images bereit.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.blackmagicdesign.com/de.

