URSA CINE IMMERSIVE TRÄGT ZUR ERHALTUNG DES UNESCO-WELTKULTURERBES BEI

  The Explorers erkundete kulturelle Wahrzeichen Frankreichs und erfasste   Paris und das Château de Chambord in Apple Immersive für die Vision Pro

Manchester, Vereinigtes Königreich - Donnerstag 26. Februar 2026 - Von Expeditionen in entlegene Winkel der Erde bis zu ikonischen Schauplätzen rund um den Globus hat sich The Explorers einen Ruf für hochauflösendes Storytelling erworben. Das in Paris ansässige Team aus Forschern, Medienfachleuten, Wissenschaftlern und Künstlern produziert das von ihnen so bezeichnete „erste Planeteninventar“, das die Vielfalt der Erde durch visuelles Storytelling zeigt.

Als das Team Produktionen in Apple Immersive erwägte, erkundete es zwei sehr unterschiedliche Orte Frankreichs: die Straßen von Paris und das Château de Chambord, eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, die als eines der ikonischsten architektonischen Meisterwerke der Renaissance gilt.

„Wir wollten die URSA Cine Immersive und den Workflow in stark voneinander abweichenden Umgebungen testen“, sagte Olivier Chiabodo, Gründer von The Explorers. „Paris im Juni und Juli, Chambord im September. Auf diese Weise konnten wir reale Erfahrungen sammeln, bevor wir größere Projekte angingen.“

IMMERSIV ZUERST IN PARIS

Das Team behandelte die Dreharbeiten in Paris als filmischen Spaziergang, der durch Denkmäler und das Straßenleben führt. Die Drehorte wurden aufgrund ihrer vielen Details im Vordergrund einerseits und ihrer natürlichen Bewegung im Bildausschnitt anderseits gewählt. Man plante kurze Sequenzen, die sich bequem mit einem Headset betrachten lassen. Das Potenzial von Apple Immersive als Format für The Explorers kam besonders zweimal während des Drehs in Paris zum Vorschein.

„Die Aufzugfahrt im Eiffelturm und die Aufnahmen in der Küche eines Drei-Sterne-Kochs waren für uns echte Wow-Momente“, sagte Chiabodo. „Wenn man aus dem engen Aufzug die Stadt unter sich liegen sieht und Schulter-an-Schulter Einblicke in kulinarisches Geschehen erhält, fühlt man sich als Zuschauer in die Szene hineinversetzt und nimmt ansonsten vertraute Orte auf neue Art wahr.“

„Beim Betrachten dieser im immersiven Apple Vision Pro Format eingefangenen Szenen verspürten wir Emotionen, wie wir sie in 2D nie empfunden hatten“, sagte Chiabodo. „Bei traditionellen Formaten werden die Zuschauer mithilfe des Frames geleitet. Immersive Formate hingegen versetzen sie mitten in den Raum des Geschehens. Diese verschobene Perspektive führt zu einer neuen Wahrnehmung der Story.“

In Paris begann das Team seine Erkundungen. Chambord hingegen war eine Kommission, bei der diese Erkenntnisse dann auf strukturierte Weise in der Produktion umgesetzt wurden.

DUALE DREHFORMATE

In Chambord wurde sowohl die Kadrierung als auch die Stimmung vom Schloss dominiert. „Wenn man sich in einem Schloss aufhält, befindet man sich in einer nachdenklichen Verfassung“, sagte Chiabodo. „Das Schloss ist der Star und wir mussten einen Weg finden, mithilfe von narrativen Aspekten Lebendigkeit zu erzeugen, ohne räumliche Kompromisse einzugehen. In Paris war das Gegenteil der Fall. Die Straßen waren voller Menschen, im Vordergrund herrschte geschäftiges Treiben. Die Geschichte lebt von der Bewegung der Figuren und vom Verkehr.“

Als Produktion erforderte der Chambord-Dreh sowohl immersives als auch traditionelles Filmmaterial. „Wir drehten in zwei Formaten: Apple Immersive und 12K-Großformat“, erklärte Chiabodo.

Das Team filmte die Apple Immersive Footage mit der URSA Cine Immersive und die herkömmlichen Inhalte mit der URSA Cine 12K LF Digitalfilmkamera. Indem das Team in beiden Formaten gleichzeitig filmte, konnte es aus dem am Drehort gewonnenen Material sowohl immersive Beiträge für Headsets als auch einen konventionellen Dokumentarfilm produzieren.

„Wir mussten das Blocking, die Beleuchtung und Position der Kamera an das Format anpassen. Für die immersiven Aufnahmen waren langsame, behutsamere Bewegungen ohne abrupte Sprünge nötig“, so Chiabodo. „Die Inszenierung musste den Fähigkeiten der Kamera Rechnung tragen.“

„Wir haben die URSA Cine 12K LF mit 16mm- und 50mm-Objektiven kombiniert und in 12K gedreht. Dies bot uns in der Postproduktion reichlich Flexibilität“, erklärte er. „Bestand Bedarf für Neukadrierungen, konnten wir das Bild zuschneiden und die für 4K- oder 8K-Auflösungen erforderliche Bildqualität bewahren. Wenn man jedoch ohne Cropping vorgehen möchte, kann man kameraintern in 4K und 8K aufzeichnen und so Sichtfeldveränderungen umgehen. Ein wirklich toller Vorteil des RGBW-Sensors und der sensorinternen Skalierung.“

Die Aufnahmen waren nicht auf Innenräume und Innenhöfe beschränkt. Das Team filmte auch die Außenanlagen, insbesondere die im Park lebenden Rehe. Damit sollten nicht nur die jahreszeitlich geprägten Landschaften für die Zuschauer erlebbar gemacht, sondern auch herkömmliches Filmmaterial für Ausstellungsbildschirme und Sendezwecke gesammelt werden. Für das Schloss ist ein spezieller Bereich geplant, wo Besucher den immersiven Film erleben können und das 12K-Material soll auf internationalen Ausstellungen verwendet werden.

PRAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN

Die Arbeit in Paris und Chambord vermittelte dem Team von The Explorers auf deutliche Weise, was immersive Produktionen in der Praxis mit sich bringen.

„Am wichtigsten ist zunächst, wo man die Kamera platziert“, sagte DoP Gregory Martoglio. „Im Rahmen immersiver Produktionen muss man nicht nur einen Bildausschnitt, sondern auch den Zuschauerstandort bestimmen. Deshalb habe ich mich bemüht, Positionen zu wählen, an denen die Handlung natürlich vor der Kamera vorbeizieht. Dies gibt dem Zuschauer genügend Zeit, den Raum mental einzuordnen.“

Als nächstes ist bei Filmen für die Apple Vision Pro die Bewegung zu berücksichtigen. „Die Bewegung muss mit Vorsicht behandelt werden“, sagte er. „Wir vermieden schnelle Schwenks und spontane Veränderungen. Für jede Bewegung gab es einen deutlichen Grund, die sich mit einer für den Körper natürlichen Geschwindigkeit vollzog. Das muss auch im Blocking reflektiert werden.“

Er betont auch, wie wichtig die Planung von Beleuchtung und Belichtung ist. „Am Chambord-Standort wechselten wir im Handumdrehen von Innenräumen zu Außenbereichen und in den Wald“, sagte Martoglio. „Damit wir uns schneller bewegen konnten, griffen wir zu den Preset-Modi. Und da alle Aufnahmen in 12-Bit-Blackmagic-RAW erfolgten, konnten wir Übergänge auch später in der Postproduktion noch korrigieren. Schließlich hat man nicht immer Zeit, vor Ort alles stehen und liegen zu lassen, um einzelne Kameraeinstellungen zu ändern.“

Abschließend riet er noch, gleich zu Beginn die Postproduktion zu bedenken. „Immersive Inhalte bestehen aus zwei 8K-Streams mit 90 Bildern pro Sekunde“, sagte Martoglio. „Man braucht eine beträchtliche Rechenleistung und muss das Bild sauber halten. Randüberblendungen und Maskierung kann man später nicht mehr korrigieren. Sie müssen von Anfang an Teil des Entwurfs für eine Einstellung sein, um die Zuschauer in der Geschichte zu verankern.“

Für Chambord lieferte The Explorers einen vierminütigen Film in Apple Immersive zur Vorführung vor Ort, einen neunminütigen 12K-Loop für Ausstellungsbildschirme und einen zweiminütigen Schnitt für allgemeine Werbezwecke. Und die Rushes werden für künftige Vorhaben archiviert. „Wir liefern in SDR, HDR und bis hinab zu HD. Der Kunde kann alles vertreiben“, sagte Chiabodo. Die immersiven Master wurden in ProRes für Apple und in Apple Immersive Video Utility (AIVU) zur direkten Wiedergabe auf dem Gerät exportiert.

„Experience Paris“ wird auf der The Explorers App für Apple Vision Pro erhältlich sein.

PRESSEFOTOS

Produktfotos der URSA Cine Immersive, der URSA Cine 12K LF und aller anderen Produkte von Blackmagic Design sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

